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Was bei der Anlage in Fremdwährung wichtig ist

von Johannes Büchs am 24. Oktober 2017

 

Der Leitzins der Europäischen Zentralbank steht seit Längerem bei null Prozent. Spar-, Tages- und Festgeldkonten werfen in Euro nur Minirenditen ab. Daher liebäugeln viele Investoren mit einer Anlage in fremden Währungen, die höhere Zinsen bieten. Bevor Sie sich dafür entscheiden, sollten Sie jedoch ein paar Dinge wissen.

Wie kann ich Geld in Fremdwährung anlegen?

Vergleichsweise einfach geht das, indem Sie ein Währungskonto bei einer in- oder ausländischen Bank eröffnen. Das funktioniert im Grundsatz wie ein Tagesgeldkonto. Sie zahlen den gewünschten Betrag zum aktuellen Wechselkurs ein und können damit zum Beispiel verzinste Wertpapiere in der jeweiligen Landeswährung kaufen. Was Sie auf alle Fälle beachten sollten: Viele ausländische Institute werben zwar in Deutschland, haben ihren Sitz aber jenseits der Grenze oder sogar außerhalb der EU. Wie sicher Ihr Geld ist, hängt vor allem vom Einlagensystem des Landes ab, in dem das Institut seinen rechtlichen Sitz hat. Im EU-Ausland sind Kontoguthaben bis 100.000 Euro pro Anleger gesetzlich geschützt.

Wann lohnt sich diese Anlage?

Höhere Zinsen – das ist verlockend. Das Beispiel des Japanischen Yen zeigt allerdings, dass die Zinsen in fremden Währungen nicht immer deutlich höher sind als beim Euro. Attraktiver erscheinen da auf den ersten Blick exotische Währungen wie der Südafrikanische Rand oder der Australische Dollar. Hier sind, je nach Anlagedauer und Sicherheit, Zinssätze von 3 bis 4 Prozent keine Seltenheit. Ein weiteres Argument für die Investition in Fremdwährungen sind aus Sicht mancher Anleger mögliche Währungsgewinne. Diese entstehen, wenn der Euro „schwächelt“, also während des Anlagezeitraums im Vergleich zur Fremdwährung an Wert verliert. Dann bringt der Rücktausch in Euro mehr Geld, als man ursprünglich eingesetzt hat. Allerdings kann dieser Schuss genauso gut nach hinten losgehen. Entwickelt sich der Kurs anders als erwartet, zehren die Kursverluste die Zinsgewinne schnell auf. Investoren können unter dem Strich sogar Geld verlieren. Und die Erfahrung zeigt, dass niemand Währungsentwicklungen seriös vorhersagen kann. Für Kleinanleger sind also Geldanlagen in Fremdwährung meist sehr riskant. Sie eignen sich allenfalls als Depotbeimischung in kleinem Umfang.

Welche Alternativen gibt es?

Wenn Sie das Währungsrisiko vermeiden, die Chance auf höhere Zinsen aber wahrnehmen möchten, bieten sich verzinste Anlagen, zum Beispiel aus südeuropäischen Euroländern, an. Hier ist jedoch das Verlustrisiko höher als bei sicheren Euroländern. Gerade aus diesem Grund werden ja höhere Zinsen gezahlt. Sie können auch einen Teil Ihres Vermögens in Devisenfonds anlegen. Damit kaufen Sie ein Bündel von Wertpapieren in unterschiedlichen Währungen und streuen so das Risiko. Eine solche Geldanlage können Sie bei uns erhalten.

Eine Geldanlage ist dann gut geplant, wenn sie Ihre individuellen Lebensumstände und Ihre persönliche Risikoneigung berücksichtigt. Eine entsprechende Beratung unserer Kunden ist uns wichtig. Sprechen Sie uns an.