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Urlaubssemester wegen Krankheit

von Johannes Büchs am 5. Dezember 2017

Auch junge Menschen können sehr krank werden. Passiert das während des Studiums, solltest du prüfen, ob du ein Urlaubssemester beantragst. Denn wer einfach so von der Hochschule wegbleibt, riskiert, seinen Abschluss nur unter erschwerten Bedingungen machen zu können.

Urlaubssemester, das klingt nach Cocktail am Swimmingpool im Süden. Tatsächlich ist ein Urlaubssemester jedoch sehr oft das genaue Gegenteil von Erholung. Man nimmt es beispielsweise, um ein Praktikum zu machen, Angehörige zu pflegen, ein Auslandssemester einzuschieben – oder eben, weil man langfristig erkrankt ist.

Zwar könntest du theoretisch auch einfach nicht zur Uni gehen, doch hätte das Konsequenzen:

  • Ohne Beurlaubung könnte deine BAföG-Förderung auslaufen, bevor du den Abschluss gemacht hast.
  • Oder du bist plötzlich zu spät dran für einen Fachrichtungswechsel.
  • Eventuell werden zusätzliche Gebühren fällig, weil du mit einem Mal Langzeitstudent bist.
  • Oder im Bewerbungsverfahren musst du begründen, warum du so lange für den Abschluss gebraucht hast.

 

Sinnvoller ist es also möglicherweise, ein Urlaubssemester wegen Krankheit zu beantragen. Dazu benötigst du in der Regel einen Nachweis deines Arztes. Achtung: Um einen Antrag auf ein Urlaubssemester zu stellen, musst du Fristen einhalten. Sie können sich von Hochschule zu Hochschule unterscheiden; darum solltest du in deinem Studierendensekretariat nachfragen, welche Regelungen für dich gelten.

 

Vorteile und Nachteile des Urlaubssemesters

 

Wenn du ein Urlaubssemester beantragst, zahlst du weniger Studiengebühren und du bleibst krankenversichert, das ist auf jeden Fall von Vorteil. BAföG bekommst du in dieser Zeit in der Regel allerdings nicht; das heißt, du musst dich anders finanzieren. Deine Eltern sind unterhaltspflichtig, da du noch in der Ausbildung bist – das ist also eine Option. Alternativ dazu kannst du Sozialleistungen beantragen.

Entscheidest du dich gegen ein Urlaubssemester, bekommst du während der ersten drei Monate deiner Krankheit noch BAföG, danach aber bis zur Wiederaufnahme des Studiums nicht mehr. Dieses Beispiel zeigt, wie schwierig es ist, die richtige Entscheidung zu treffen. Du solltest dich darum beim Studentenwerk beraten lassen, um deinen Entschluss später nicht zu bereuen.