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So gelingt deine erste Wohnungsübergabe

eingestellt von Antje Schmitz am 12. März 2018

 

Wenn du deine erste Wohnung beziehst, wird dein Vermieter mit dir eine sogenannte Übergabe machen. Dabei hält man in einem Übergabeprotokoll fest, in welchem Zustand die Wohnung ist. Je nachdem, was dort steht, bist du im Zweifelsfall später für einen Schaden verantwortlich.

Es ist so weit: Du ziehst in deine erste eigene Wohnung. Das ist ein großes Ereignis und nach der Unterschrift unter dem Mietvertrag der zweite Termin mit möglichen Konsequenzen. Denn damit du einziehen kannst, benötigst du die Schlüssel und die bekommst du in der Regel bei der Wohnungsübergabe. Dort triffst du normalerweise deinen Vermieter, den Makler oder den Hausmeister.

Bevor du die Schlüssel zu der Wohnung erhältst, schaut ihr sie aber noch gemeinsam an und unterschreibt ein Übergabeprotokoll. In diesem Protokoll wird festgehalten, in welchem Zustand die Wohnung ist. Du solltest sehr genau darauf achten, ob es Schäden gibt, denn falls diese nicht im Protokoll stehen, wirst du beim Auszug dafür haftbar gemacht werden. Das heißt: Du musst im Zweifelsfall für etwas bezahlen, das du nicht verursacht hast.

Worauf du achten solltest

Relativ einfach lässt sich ein Punkt abhaken: Wenn in deinem Mietvertrag steht, dass die Wohnung neu gestrichen wurde, dann siehst du das sofort. Wurde sie nicht neu gestrichen, solltest du das auf jeden Fall ins Protokoll schreiben lassen und mit Handyfotos dokumentieren. Denn sonst renovierst du je nach Mietvertrag im Zweifel zweimal: beim Aus- und beim Einzug.

Danach wird es schwieriger. Am besten gehst du nach dieser Checkliste vor:

  • Halte die Zählerstände für Wasser, Heizung und Strom fest.
  • Notiere, welche Einbauten es in welchem Raum gibt.
  • Achte auf die Schäden und halte sie geordnet nach Raum fest: Sind die Türen in Ordnung? Ist der Bodenbeleg fleckig oder zerkratzt? Ist ordentlich gestrichen? Sind die Fensterrahmen innen und außen in Ordnung? Und das Glas?
  • Wie sieht der Fliesenspiegel im Bad und in der Küche aus? Sind die Waschbecken und Toiletten ohne Sprung? Funktionieren alle Armaturen und Toilettenspülungen? Siehst du Stockflecken oder Schimmel, beispielsweise in den Fugen?
  • Notiere, wie viele Schlüssel du bekommst, und probiere alle aus. Es kann für dich teuer werden, wenn du einen Schlüssel bekommst, der beispielsweise verbogen ist. Bemerkst du das erst nach der Übergabe, musst du für einen neuen Schlüssel bezahlen.
  • Funktionieren die Steckdosen und die Lichtschalter?
  • Hast du eine Küche übernommen, dann schau in den Backofen: Wurde er gereinigt? Und wie sieht der Kühlschrank aus?
  • Soll noch etwas repariert werden? Dann lass dir das schriftlich geben, am besten mit einer Zeitvorgabe.

Was du nicht tun solltest

Der Vormieter bietet dir an, dir die Wohnungsschlüssel schon vor dem offiziellen Beginn des Mietvertrags zu überlassen? Lass dich darauf nur ein, wenn es ein Übergabeprotokoll gibt, aus dem hervorgeht, dass der Vermieter oder sein Stellvertreter die Wohnung in diesem Zustand übernommen und für gut befunden hat. Sonst hast du zwar vielleicht die Schlüssel früher, dafür aber vielleicht viel Ärger und hohe Kosten.
Außerdem solltest du immer darauf bestehen, dass eine Übergabe mit Protokoll angefertigt wird. Du kannst sonst nicht beweisen, welche Schäden schon bei deinem Einzug vorhanden waren.