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Geldanlage und Risiko: Eine Frage der Einstellung

eingestellt von Gunnar Erth am 18. Juni 2018 um 15:38

Die eine richtige Geldanlage für alle gibt es nicht. Die persönliche Risikobereitschaft ist ein entscheidender Faktor. Diese sollten Sie genau analysieren, bevor Sie Ihr Geld anlegen.

Die Erfahrung zeigt: Je höher die Aussicht auf Erfolg einer Geldanlage ist, desto größer das Risiko eines Verlusts. Rauben Ihnen mögliche Verluste von wenigen Prozent den Schlaf? Oder sind Sie bereit, für die Aussicht auf Gewinn höhere Risiken einzugehen? Jeder Mensch hat sein ganz persönliches Chance-Risiko-Profil. Der eine möchte sein Geld vor allem sicher anlegen. Der andere ist risikofreudiger, möchte höhere Gewinne machen und akzeptiert es auch, wenn er einen Teil seines Geldes verliert. Jeder Anleger sollte sich bewusst machen, welches Risiko er zu tragen bereit ist – und danach seine Anlageentscheidungen ausrichten.

Welche Anlagerisiken gibt es?

Das häufigste Risiko ist das Kursrisiko. Aktien beispielsweise können schwanken. Hinzu kommt das Währungsrisiko, wenn eine Anlage nicht in Euro notiert. Wer zum Beispiel in geschlossene Fonds investiert, trägt auch ein Liquiditätsrisiko. Möchte er sich vor Ende der Laufzeit von seinen Anteilen trennen, kann es sein, dass er unter Wert verkaufen muss, weil es an Käufern mangelt. Auch bei Festgeld kann es schwer werden, vor Ablauf der vereinbarten Frist an sein Geld zu kommen. Möglich sind zudem sogenannte externe Schocks wie politische Konflikte oder Naturkatastrophen.

Wie können Sie Risiken in den Griff bekommen?

Sie können Risiken nie ganz ausschließen, wohl aber verringern. Die wichtigste Regel lautet: Lege nie alle Eier in einen Korb. Investieren Sie also nie das gesamte Geld in eine einzige Anlage oder in ähnliche Anlagen. Kaufen Sie beispielsweise nur Automobil-Aktien, kann es sein, dass alle Papiere gleichzeitig fallen. Streuen Sie hingegen Ihr Geld breit über verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilien, dann senken Sie das Risiko.

Wie steht es um die Sicherheit von Anleihen?

Hier müssen Sie das Emittentenrisiko beachten. Bisweilen geraten Unternehmen oder sogar Länder in Zahlungsnot. Dann sinkt der Kurs der Anleihe, auch ein Totalverlust ist möglich. Ratingagenturen bewerten die Bonität der Schuldner. Je besser das Rating, desto geringer die Zinsen, die die Länder und Unternehmen zahlen müssen, wenn sie sich Geld leihen.

Wenn Sie jegliches Risiko scheuen, Ihr Geld zu Hause liegen lassen und auf Rendite verzichten, so verliert Ihr Geld an Kaufkraft. Schuld daran ist die Inflation, die aktuell zwischen 1 und 2 Prozent pendelt. Ohne Risiko geht es also nicht, wenn Sie Ihr Erspartes für sich arbeiten lassen möchten.