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Welcher Führungsstil ist der beste?

eingestellt von Johannes Büchs am 5. September 2017

Zu den Erfolgsfaktoren eines Unternehmens gehören nicht nur Kapital oder Wissen. Auch die Art und Weise, mit der Mitarbeiter geführt werden, hat Auswirkungen auf das Arbeitsergebnis. Eine kleine Typologie der Führungsstile sowie deren Vor- und Nachteile.

Der Autoritäre entscheidet allein. Seine Mitarbeiter setzen seine Anordnungen um und werden kontrolliert. Disziplin und Ordnung haben oberste Priorität. Vorteile: Das gibt den Mitarbeitern Sicherheit. Gut geeignet für Tätigkeiten, bei denen klare Vorgaben ausreichend sind. Das Unternehmen ist im Bedarfsfall schnell handlungsfähig. Nachteile: Weniger geeignet, wenn Kreativität gefragt ist. Das Verhältnis zwischen Chef und Belegschaft ist distanziert. Die Mitarbeiter sehen keine Notwendigkeit zur Eigeninitiative.

Die Sachliche führt anhand von Zahlen und Fakten. Gegenüber anderen wird sie nicht persönlich oder gar verletzend. Vorteile: Sie ist verlässlich und berechenbar. In Stresssituationen behält sie einen kühlen Kopf. Auf die Mitarbeiter wirkt das beruhigend. Nachteil: In Krisensituationen, zum Beispiel bei Entlassungen, kann sie als emotionslos und kalt empfunden werden.

Der Einfühlsame will für seine Mitarbeiter eine möglichst angenehme Umgebung schaffen. Er strebt Harmonie an und meidet Konflikte. Vorteil: Wenn es ihm gelingt, einen guten Draht zu seinen Mitarbeitern aufzubauen, kann das ein überdurchschnittliches Engagement auslösen. Nachteil: Wenn harte Entscheidungen gefragt sind, hilft ihm sein Kumpelimage nicht weiter. Im Extremfall wird er dann von seinen Mitarbeitern als Heuchler empfunden.

Die Visionärin hat immer wieder Pläne für neue Produkte und Märkte. Sie fühlt sich ihrer Zeit voraus und teilt das ihrem Umfeld mit. Vorteil: Sie motiviert die Belegschaft, eigene Ideen einzubringen und kreative Wege zu gehen. Nachteil: Da nicht jede Vision zum Erfolg führen muss, können die Streuverluste hoch sein.

Haben Sie sich wiedererkannt? Möchten Sie Ihrem Stil treu bleiben oder an ihm feilen? Bedenken Sie, dass es keinen reinrassigen Führungsstil gibt – und auch keinen idealen. Denn der muss zu Ihrer Persönlichkeit passen, außerdem zu den Aufgaben im Unternehmen. Ein Steuerberatungsbüro muss man anders führen als eine kleine Werbeagentur. Schließlich spielt die bislang gelebte Unternehmenskultur eine große Rolle. Den Führungsstil von jetzt auf nachher ändern zu wollen birgt die Gefahr, unglaubwürdig zu wirken.