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Schwarzarbeit im Haushalt ist unnötig

eingestellt von Gunnar Erth am 6. März 2018

80 Prozent aller Haushaltshilfen in Deutschland arbeiten schwarz. Das zeigt eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Dabei ist die Anmeldung sehr einfach. Und sie hat Vorteile – sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber.

Wenn Sie neben einer Vierzigstundenwoche auch noch den Haushalt machen müssen, kann das eine ganz schöne Belastung sein. Da ist es gut, wenn Sie für ein paar Stunden wöchentlich eine fleißige Kraft engagieren können. Für die offizielle Beschäftigung als Minijobber gibt es das Haushaltsscheckverfahren.

So funktioniert es

Melden Sie Ihre Haushaltshilfe bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See an. Das einseitige Formular dafür erhalten Sie auf der Internetseite der Minijob-Zentrale oder telefonisch unter 0355/2902-70799. Füllen Sie den Bogen aus und schicken Sie ihn unterschrieben zurück. Haben Sie die Haushaltshilfe eingestellt, bucht die Minijob-Zentrale 14,9 Prozent des Verdienstes der Haushaltshilfe von Ihrem Konto ab.

Ein Beispiel: Bekommt Ihr Helfer jeden Monat 180 Euro, sind das im gesamten Jahr zusätzliche Kosten in Höhe von 321,84 Euro. Darin enthalten sind Steuern und Sozialversicherung, außerdem die Umlagen U1 und U2 für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bei Schwangerschaft sowie der Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung. Im Gegenzug können Sie die Ausgaben für den privaten Minijob bei der nächsten Steuererklärung geltend machen. 20 Prozent Ihrer Ausgaben, maximal 510 Euro, werden dann von Ihrer Einkommensteuerschuld abgezogen.

Beide gewinnen

Von der Legalisierung der Haushaltshilfe profitieren beide Parteien. Der Arbeitnehmer kommt in den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Bei der Anmeldung kann er sich für oder gegen die Rentenversicherung entscheiden. Für einen eigenen Beitrag in Höhe von 13,7 Prozent des Lohnes erwirbt er Ansprüche auf eine kleine Altersrente, Erwerbsminderungsrente, Reha-Maßnahmen und die staatliche Riester-Förderung.

Was der Arbeitgeber zusätzlich zum Lohn zahlt, wird durch die Steuerersparnis in hohem Maß kompensiert. Außerdem muss er keine Angst haben, angeschwärzt zu werden. Denn eine Haushaltshilfe unangemeldet zu beschäftigen ist eine Ordnungswidrigkeit. Die kann mit einer Geldbuße bis zu 5000 Euro geahndet werden.

Tipp: Betreut der Minijobber Kinder, kann sein Gehalt alternativ zu den Kinderbetreuungskosten gerechnet werden. Zwei Drittel der gesamten Betreuungskosten lassen sich als Sonderausgabe absetzen, maximal 4000 Euro. Bedingung: Sie müssen die Zahlung mit einem Kontoauszug belegen.