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Keine Angst vorm BAföG-Antrag

von Antje Schmitz am 20. März 2018

 

Du hast dich dazu entschlossen, ein Studium oder eine Ausbildung zu beginnen, und fragst dich nun: Woher bekomme ich finanzielle Unterstützung? Laut dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG, hat man in Deutschland die Möglichkeit, Fördergelder zu beantragen. Aber wer genau darf das und in welcher Höhe wird man finanziell unterstützt?

Um einen Zuschuss zu beantragen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Du musst eine Hochschulimmatrikulation oder eine Einschreibung auf einer weiterbildenden Schule nachweisen können.
  • Du besitzt idealerweise die deutsche Staatsangehörigkeit. Eine Daueraufenthaltsgenehmigung oder eine Niederlassungserlaubnis berechtigen dich ebenfalls.
  • Du bist unter 30 Jahre alt. Bei Masterstudiengängen gilt abweichend eine Obergrenze von 35 Jahren. Der Förderantrag kann allerdings nur für die Erstausbildung beantragt werden. Lediglich in Ausnahmefällen kann eine Förderung der Zweitausbildung bewilligt werden.

Wie viel ist für mich drin?

Der maximale Höchstbetrag liegt derzeit bei 735 Euro pro Monat bei bereits von zu Hause Ausgezogenen und 537 Euro bei den daheim Lebenden. Die Höhe der Leistung hängt von vielen persönlichen Faktoren ab, wie zum Beispiel deiner eigenen finanziellen Lage sowie der deiner Eltern. Da diese von Person zu Person variiert, lässt du dich am besten beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung beraten. Das Gute: Man erhält rund 50 Prozent als Zuschuss geschenkt, die restlichen 50 Prozent sind ein zinsloses Darlehen, das du erst fünf Jahre nach der Regelstudienzeit zurückzahlen musst. Die Rückzahlungssumme beträgt maximal 10.000 Euro.
Deinen Antrag stellst du am besten direkt nach der Zulassung zum Studium oder nach deiner Einschreibung an einer weiterbildenden Schule. Dafür hast du mehrere Möglichkeiten. Du kannst dich für den herkömmlichen Weg entscheiden, indem du die nötigen Formulare bei deinem Amt einholst – oder du nutzt den elektronischen Weg. Mittels Electronic-ID, dem elektronischen Personalausweis mit Online-Funktion, kannst du in Verbindung mit einem Kartenlesegerät und passender Software deine Formulare problemlos abschicken. Mit De-Mail, einem staatlich geprüften E-Mail-System, kommt dein Antrag sicher und verschlüsselt an. Dafür benötigst du lediglich einen De-Mail-Anbieter, wie zum Beispiel Web.de oder die Telekom. Vorteil hierbei: Du sparst dir die Druckkosten.

Auf Vollständigkeit achten

Bis das erste Geld auf deinem Konto eintrifft, kann es allerdings etwas dauern. In der Regel ist mit einer Wartezeit von etwa acht Wochen zu rechnen. Aus diesem Grund: Früh sein lohnt sich! Ein Tipp: Achte beim Ausfüllen der Formulare auf Vollständigkeit. Hole alle nötigen Nachweise ein und kontrolliere vor dem Abschicken noch einmal alles gründlich. Unvollständige Anträge verzögern die Bearbeitung um einige Wochen, was ärgerlich werden kann. Falls du noch Fragen hast, hilft dir das zuständige Studierendenwerk oder Ausbildungsamt in deiner Stadt kostenlos weiter.
Nähere Informationen rund um das Thema BAföG findest du auch hier.