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Rollentausch mit Fallstricken: Vom Kollegen zum Chef

eingestellt von Gunnar Erth am 2. Oktober 2018

Sie sind befördert worden? Herzlichen Glückwunsch! Wenn Sie vom Kollegen zum Chef aufgestiegen sind, müssen Sie allerdings einige Punkte beachten.

Die Stellenausschreibung im Intranet klingt interessant: Die Firma sucht eine Chefin oder einen Chef für die Arbeitsgruppe, der auch Sie angehören. Sie wissen, was Sie können, und trauen sich die Aufgabe zu. Das sieht auch Ihr Arbeitgeber so. Sie bekommen die Stelle und werden vom Kollegen zum Chef. Nun können Sie die Sektkorken knallen lassen – sollten aber auch bedenken, dass einige Fallstricke ausliegen.

Die Rolle als Chefin oder Chef bringt neue Aufgaben: Sie sollen die Gruppe steuern, Ziele setzen, Vorgaben machen, die Arbeit organisieren, die Ergebnisse kontrollieren, die Mitarbeiter zu guten Leistungen motivieren. Kurz: Sie haben nun deutlich mehr Befugnisse, auch Weisungsbefugnisse.

Mehr Distanz statt Augenhöhe

Bisher haben Sie sich mit den Kollegen auf Augenhöhe verständigt. Gute Kollegen vertrauen einander Dinge an, die sie ihrem Chef nicht sagen. Kollegen kennen die Stärken und Schwächen der anderen, sie schimpfen auch mal, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Und sie wissen, wer sich wegduckt und wer fleißig ist. Kurz: Ihre Mitarbeiter und Sie begegnen einander nicht unvoreingenommen. Daher wird Sie nicht jeder in Ihrer neuen Rolle akzeptieren.

Diese Tipps sollten Sie beherzigen:

  • Mit einigen ehemaligen Kollegen kommen Sie besser aus als mit anderen. Setzen Sie sich nicht dem Vorwurf der Vetternwirtschaft aus, behandeln Sie alle Mitarbeiter gleich. Schließlich möchten auch Sie von allen Mitarbeitern akzeptiert werden.
  • Als Kollegen haben Sie sich vielleicht geduzt. Bleiben Sie dabei. Machen Sie aber deutlich, dass daraus keine Privilegien erwachsen.
  • Verteilen Sie Aufgaben gerecht.
  • Kommunizieren Sie freundlich und klar, was Sie von Ihren Mitarbeitern erwarten.

Es könnte einsamer um Sie werden. Ihre Mitarbeiter sind nicht mehr Ihre Kumpel. Deshalb:

  • Nicht alle werden Sie mögen – lernen Sie, damit umzugehen.
  • Wenn ein Mitarbeiter gar nicht damit klarkommt, dass Sie die neue Chefin oder der neue Chef sind, und gegen Sie arbeitet, sprechen Sie dies offen unter vier Augen an. Möglicherweise ist ein Wechsel in eine andere Gruppe die Lösung.
  • Denken Sie immer daran, was Sie an Ihrer Vorgesetzten oder Ihrem Vorgesetzten gemocht haben und was nicht – und machen Sie es besser. Das könnte das Vertrauen zurückbringen.