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Immobilienkauf: Denken Sie an die Nebenkosten

eingestellt von Gunnar Erth am 29. Oktober 2018

Wer eine gebrauchte Immobilie kaufen möchte, darf nicht allein den Preis für das Objekt im Auge haben. Denn es kommen noch einige Arbeiten und Kosten hinzu.

Sie haben Ihre Traumimmobilie gefunden – und der Preis stimmt? Bevor Sie einen Notartermin vereinbaren, sollten Sie noch einmal genau hinsehen. Und zwar zusammen mit einem unabhängigen Bausachverständigen.

Prüfen Sie beim Immobilienkauf Folgendes:

  • Hat das Haus Schwachstellen? Gibt es feuchte Ecken? Sind gesundheitsschädliche Materialien verbaut worden? Ist es ordentlich isoliert?
  • Wie hoch ist der Sanierungs- und Modernisierungsbedarf?
  • Wie viel Zeit wird die Modernisierung in Anspruch nehmen?
  • Welche Arbeiten können Sie selbst leisten? Seien Sie realistisch: Wenn Sie voll berufstätig sind, bleibt nicht viel Zeit für die Arbeit auf einer Baustelle.
  • Wie sieht es mit dem Energiebedarf des Gebäudes aus?

Notar, Steuern, Maklergebühren

Neben dem Kaufpreis müssen Sie auch folgende Kosten einberechnen:

  • Keinesfalls kommen Sie um die Gebühr für den Notar herum, denn ein Immobilienkaufvertrag muss in Deutschland immer notariell beurkundet werden. Die Gebühr richtet sich nach dem Wert der Immobilie und liegt bei zirka 1 Prozent des Kaufpreises. Hinzu kommen das Honorar für tatsächlich angefallene Tätigkeiten und die Auslagen des Notars für Porto oder Kopien sowie die Mehrwertsteuer.
  • Gegebenenfalls müssen Sie auch Kosten für die Eintragung einer Grundschuld einplanen. Und die Eintragung ins Grundbuch, die aus dem Käufer den Eigentümer macht, liegt zusätzlich bei 0,5 Prozent.
  • Außerdem fällt beim Immobilienkauf Grunderwerbsteuer an. Sie liegt bei 3,5 bis 6,5 Prozent des Kaufpreises, abhängig vom Bundesland.
  • Wenn Sie ein Darlehen für die Immobilie aufnehmen, können Bereitstellungszinsen hinzukommen, wenn ein Darlehen über eine bestimmte Zeit nicht abgerufen wird.
  • Eventuell müssen Sie beim Immobilienkauf auch Maklergebühren bezahlen.

Eine Checkliste hilft Ihnen bei der Berechnung der Nebenkosten. Sie bekommen sie beispielsweise beim Verband privater Bauherren.