Spannend bis zum Schluss
Beim Planspiel Börse stehen die Sieger fest – Schülerteams aus Bamberg und dem Hochschwarzwald stehen ganz oben
Das Börsenspiel der Sparkassen ist mit stattlichen Renditen der Siegerteams zu Ende gegangen. Geprägt war die Spielrunde 2014 von einem zunächst müden Börsengeschehen, mit einem schwächelnden DAX. Tatsächlich aber berappelte sich der deutsche Leitindex, der Handel kam wieder in Gang – und verschaffte den Depots der Börsenspieler solche Renditen, die sich mancher im wahren Leben wohl auch mal wünschen würde.
Im Schülerwettbewerb haben sich die von der Sparkasse Bamberg betreuten „5 Bamberger“ bis zuletzt nicht mehr von der Spitze der Rangliste vertreiben lassen. Die Gruppe von der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule hatte den Wettbewerb mit herkömmlichen Aktien schon in den letzten Wochen angeführt. 63.646 Euro kamen am Ende zusammen – gegenüber dem Ausgangskapital von 50.000 Euro einen Zuwachs von über 27 Prozent! Die Strategie: eine kluge Aktienwahl gleich zum Beginn der Spielrunde und eine große Portion Geduld. Lufthansa, Nordex und der Kupferproduzent Aurubis wurden am 10. Oktober eingekauft und nicht mehr hergegeben.
In der Nachhaltigkeitswertung siegten die „Lila Äpfel“ vom Kreisgymnasium Hochschwarzwald. Die von der gleichnamigen Sparkasse betreute Schülergruppe hat 8.757 Euro allein mit Aktien aus dem Nachhaltigkeitsindex erspielt, wobei das Wertpapier von Volkswagen mit 4.000 Euro das größte Scherflein zum Gesamtgewinn beitrug. Da auch BMW und der Netzwerkanbieter Cisco Gewinne einfuhren, blieb den „Abzockern“ vom Berufsschulzentrum Waldkirch – mit einem Plus von 8.100 Euro – nur der zweite Platz.
Auf dem Siegertreppchen der Jungakademiker steht in dieser Spielrunde Michael Hader von der Universität Bayreuth. Der Spielname „Last Time“, mit dem der angehende Bio-Verfahrenstechniker an den Start ging, ist wörtlich zu nehmen: „Ich habe schon fünf Mal am Planspiel Börse teilgenommen, dieses Jahr ist dann Schluss. Da freue ich mich natürlich besonders, dass ich meine Zeit als Planspieler nun sogar mit einem Sieg im Bundeswettbewerb abschließen konnte.“ Seine 100.000 Euro Startkapital vermehrte Hader um 25,2 Prozent, wobei er seiner Anfangsstrategie bis zum Schluss treu blieb. „Commerzbank, Nordex oder Sixt sind niedrig bewertete Aktien unter 35 Euro, die darum – zumindest nach meiner Theorie – die größte Luft nach oben haben. Besonders mit Sixt hatte ich Glück. Die Aktie stieg während der Spielrunde um über 29 Prozent, sie gehört damit zu den drei renditestärksten Wertpapieren dieses Herbstes.“
16,2 Prozent beträgt die Rendite im studentischen Nachhaltigkeitswettbewerb. Marko Zovko von der Fachhochschule Zweibrücken ließ die lange führende Heike Neu auf den letzten Metern doch noch hinter sich. Ihm gelang das Kunststück, acht Aktien auszuwählen, von denen gleich sieben satte Gewinne abwarfen – darunter die Wertpapiere von Volkswagen, Danone und L’Oréal.