Bilder für Facebook, E-Bay und das eigene Blog

Bilder sind heute schnell geschossen: Handy zücken – und ab damit ins eigene Blog, zu Instagram oder Facebook. Doch nicht jedes selbst gemachte Bild ist erlaubt. Und einfach Fotos aus dem Internet nutzen, das geht auch nicht. Erfahre hier, worauf du achten solltest.

Das Internet ist voll mit Bildern, und das ist auch kein Wunder. Schließlich hat im digitalen Zeitalter nahezu jeder immer eine Kamera in Form seines Handys bei sich. Aber: Nicht alle Fotos, die du damit machst, darfst du ins Netz stellen. Fotografierst du beispielsweise deine Freunde, kommt deren Persönlichkeitsrecht – das Recht am eigenen Bild – ins Spiel. Stellst du ihr Foto bei Instagram oder Facebook oder auf deinem Blog ein, benötigst du ihre Erlaubnis, und zwar am besten schriftlich: Denn geht die Freundschaft zu Bruch, könnten sie dir wegen des Bildes richtig Ärger machen.

Das gilt natürlich auch, wenn du Fremde fotografierst. Sie könnten über die Bildersuche von Google beispielsweise auf das von dir eingestellte Foto stoßen. Und auch das kann eine Abmahnung durch einen Rechtsanwalt zur Folge haben. Die Kosten sind hoch.

Ebenso wenig, wie du Bilder von anderen Menschen im Internet veröffentlichen darfst, ist es erlaubt, Kunst zu fotografieren und online zu stellen. An der Kunst hat nämlich der Künstler ein Urheberrecht. Und manche Künstler oder ihre Erben sind sehr strikt in der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen.

Auch Bilder, die du in fremden Gebäuden oder Wohnungen machst, dürfen nicht einfach so ins Netz gestellt werden: Das Innere einer Kneipe beispielsweise oder einer Kirche kann geschützt sein. Tatsächlich freuen sich Restaurantbesitzer nicht immer über die kostenlose Werbung, die ein Bild des dort getrunkenen Cocktails oder der dort eingenommenen Mahlzeit oft ist. Es gab sogar einen Fall, in dem ein Restaurantbesitzer gegen einen Gast gerichtlich vorging, der das Bild seines Essens im Netz publiziert hatte. Zwar gibt es in der Regel kein Urheberrecht an gekochten Speisen – aber ein Hausrecht des Besitzers: Er darf seinen Gästen das Fotografieren verbieten. Und sie müssen sich daran halten.

Fremde Bilder benutzen Selbst gemachte Bilder sind also nicht in jedem Fall legal. Darum auf bereits hochgeladene Fotos auszuweichen kann jedoch nicht die Alternative sein. Denn wenn eine andere Person die Bilder oder Videos ins Netz gestellt hat, wird auch sie daran ein Urheberrecht haben – und dieses im schlimmsten Fall einklagen. Benötigst du also Bilder für dein Blog oder für den Verkauf von Ware auf E-Bay, musst du zulässige Fotos entweder selbst machen oder auf offizielle Quellen zurückgreifen. Es gibt zum Beispiel Bilddatenbanken, die für die nicht kommerzielle Nutzung von Bildern kein Geld verlangen. Trotzdem sind mit diesen Bildern Lizenzrechte verbunden, die du dir genau ansehen und die du einhalten musst. Auch auf der Seite von Creative Commons  findest du Material, das du nutzen kannst. Und auch hier gilt: Achte auf die mit dem Bild oder Video verbundene Lizenz.