| In den sozialen Netzwerken wird jemand verhöhnt? Vielleicht hat man sein oder ihr Foto ins Netz gestellt und macht sich über den Betreffenden lustig? Über seine Frisur, sein Gesicht, seine Kleidung? Das kann schlimme Konsequenzen haben. Lies hier, wie du helfen kannst.
Die Geschichte einer jungen Kanadierin erschütterte vor einigen Jahren die Welt: Jemand hatte Nacktbilder von ihr ins Netz gestellt und ihren Klassenkameraden und Lehrern zugeschickt. Die junge Frau versuchte, sich das Leben zu nehmen, weil sie weder ein noch aus wusste. Beim zweiten Mal klappte es. Eine traurige Geschichte. Ein unnötiger Tod. Doch Cybermobbing ist leider ein weitverbreitetes Phänomen. Unter dem Deckmantel der Anonymität kann man sich leicht über Schwächere lustig machen. Cybermobbing wird aber manchmal auch ganz offen betrieben.
Wie du Cybermobbing erkennst
Wenn in deinem sozialen Netzwerk plötzlich über jemanden hergezogen wird, wenn gemeine Sachen über ihn oder sie gesagt werden oder jemand Fotos eines anderen postet, um sich über ihn lustig zu machen, dann solltest du aufmerksam werden. Cybermobbing erzeugt oft eine Gruppenreaktion: Andere machen mit oder finden das lustig. Du nicht. Du beziehst klar Stellung und sagst, dass du dieses Verhalten nicht gut findest. Versetze dich in die Lage des anderen: Wenn du nicht möchtest, dass dir etwas Ähnliches geschieht, setze dich gegen Cybermobbing ein.
Was du gegen Cybermobbing tun kannst
Vielleicht ist es ein Foto, das dich oder einen Freund in einer wenig vorteilhaften Position oder Situation zeigt, oder es sind bösartige Kommentare. Dann solltest du als Erstes versuchen, das Bild oder die Posts zu löschen oder löschen zu lassen, bevor sie sich weiter und weiter verbreiten. Dazu kannst du zunächst denjenigen ansprechen, der das Foto oder den Text oder auch das Video gepostet hat. Reagiert er nicht, ist dein Ansprechpartner der Seitenbetreiber. Auch jugendschutz.net hilft dir weiter.
Ist das Foto oder Video schon an vielen Stellen, dann mache einen Screenshot davon als Beweissicherung. Du kannst dich damit an einen Vertrauenslehrer wenden, an deine Eltern und sogar an die Polizei. Ganz wichtig ist, dass du über das Problem redest und nicht versuchst, es allein zu lösen. Das wird dir nämlich wahrscheinlich nicht gelingen.
Wo du Hilfe bekommst, wenn du selbst Opfer geworden bist
Es gibt die Nummer gegen Kummer, bei der du kostenlos Unterstützung in einer schwierigen Situation findest. Und auf dieser Internetseite erhältst du noch weitere Tipps und Anlaufstellen zum Thema. |