Notfallordner: Beugen Sie Stillstand vor!

Wenn der Chef plötzlich ausfällt, kann dies in einer kleinen Firma zu einer existenziellen Krise führen. Sorgen Sie dafür, dass die Geschäfte weiterlaufen können – mit einem betrieblichen Notfallordner.
Keine schöne Vorstellung: Durch einen Unfall oder eine Erkrankung können Sie plötzlich die Geschäfte Ihrer Firma nicht mehr weiterführen. Verschließen Sie nicht die Augen vor möglichen Risiken, sondern bereiten Sie sich auf eine solche Situation vor.

 

Das gehört in den Notfallordner

  • Betriebliche Vollmachten, z. B. für Rechtsangelegenheiten oder Bankgeschäfte
  • Bankverbindungen inklusive Geheimzahlen
  • Passwörter, z. B. für Online-Dienste
  • Auflistung wichtiger Schlüssel samt Aufbewahrungsort
  • Liste aller Kunden und Lieferanten
  • Kopien aller Verträge, z. B. zu Mieten, Versicherungen oder Mitarbeiter
  • Eventuell Gesellschaftervertrag und Testament

Wem soll die Vollmacht ausgehändigt werden?

Es setzt ein hohes Vertrauen voraus, eine umfassende Vollmacht zu übergeben. Denn der Bevollmächtigte kann unmittelbar damit handeln. Er braucht keinen Nachweis, dass Sie krank oder verhindert sind. Wenn Ihnen diese Vorstellung Sorgen bereitet, sollten Sie Vorsichtsmaßnahmen ergreifen: Hinterlegen Sie die Vollmacht bei Ihrem Rechtsanwalt oder bei Ihrem Steuerberater. Definieren Sie die Umstände, unter denen Bevollmächtigte Ihres Unternehmens das Dokument erhalten sollen. Häufig wird der Lebenspartner als einzige Vertretung eingesetzt. Doch bedenken Sie dabei das Risiko, dass Ihnen beiden gleichzeitig etwas zustoßen kann, z. B. im Urlaub.

Ihre Vorsorge zahlt sich aus

Ein gepflegter Notfallordner bringt allen Beteiligten Vorteile: Ihre Mitarbeiter verlieren im Notfall nicht ihre Arbeit. Sie selbst beugen Stillstand und hohen finanziellen Verlusten vor. Übrigens: Eine gute Risikovorsorge ist auch bei uns gern gesehen. Dank ihr schneiden Sie besser beim Rating ab und haben eine bessere Position bei Kreditverhandlungen.