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Altersgemischte Teams richtig managen

Babyboomer trifft im Arbeitsleben auf Generation Z. Unterschiedliche Meinungen, Erwartungen und Stärken prallen aufeinander. Wie können Führungskräfte die verschiedenen Altersgruppen motivieren und einander näherbringen, damit sie erfolgreich in Teams arbeiten können?

Der demografische Wandel ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Die Rente wurde auf 67 Jahre heraufgesetzt – so steigt das Durchschnittsalter der Beschäftigten. Gleichzeitig sinken die Geburtenraten. Das hat zur Folge, dass sich Unternehmen auf altersgemischte Teams einstellen müssen.

Doch es ist nicht nur das Alter: Die sogenannten Babyboomer haben zu vielen Themen einen anderen Zugang als die Generationen Y und Z. Themen wie die Work-Life-Balance und der Umgang mit Hierarchien kommen hier ebenso zum Tragen wie der Einsatz moderner Technologien. Dadurch, dass die Generationen unterschiedliche Stärken und Erwartungen haben, benötigen sie auch einen einfühlsameren Führungsstil als altershomogene Teams.

Stereotype erschweren die Zusammenarbeit

Die unterschiedlichen Werte und Lebenseinstellungen können im Arbeitsalltag zu Konflikten führen. Besonders wenn Stereotype im Spiel sind. Die negativen Bilder, die in den Köpfen entstehen, führen zu einer Einteilung der Teammitglieder in die sozialen Kategorien „Alt“ oder „Jung“. So entstehen Überzeugungen, dass alle Älteren etwa langsamer seien, mit Technologien fremdelten, an Altbewährtem festhielten oder wenig Interesse daran hätten, etwas Neues zu erlernen. Die Jüngeren hingegen gelten Älteren als zu unerfahren, könnten Entscheidungen weniger fundiert treffen, keine Führungsverantwortung übernehmen oder seien zu risikobereit.

Im Oktober 2019 ging der Ausspruch „OK Boomer“ weltweit viral und steht für die Antwort der heute Jugendlichen auf konservative und veränderungsunwillige Meinungen sowie Kritik der Babyboomer. Doch ist dies begründet? Aktuelle Marktforschungsergebnisse von Deloitte zeigen, dass die 55- bis 74-Jährigen oft sehr wohl neue technologische Entwicklungen annehmen. In den vergangenen zwei Jahren ist die Lücke zu jüngeren Altersgruppen in vielen Bereichen deutlich kleiner geworden. Oft können die Jüngeren von den Älteren viel lernen, auch was Digitalisierung oder Nachhaltigkeit angeht.

Gemischte Teams können innovativer sein

Dass insbesondere altersgemischte Teams in Unternehmen Vorteile haben, weiß Professorin Michaela Moser von der Europäischen Fachhochschule (EUFH) in Brühl bei Köln. Sie rät Führungskräften, Altersklischees gar nicht erst aufkommen zu lassen und eine reibungslose Kommunikation in den Teams herzustellen. Folgende Punkte sollten beachtet werden:

  • Negative Stereotype bezüglich des Alters nicht aufrechterhalten oder gemeinsam in Gesprächen abbauen
  • Jeweilige Potenziale der Mitarbeiter unterstützen und einsetzen
  • Älteren Mitarbeitern kognitiv anspruchsvollere Aufgaben geben und für Abwechslung sorgen
  • Darauf achten, dass die Mitarbeiter nicht unterfordert oder überfordert sind
  • Nicht vergessen: Jüngere Mitarbeiter wollen Neues erleben, den Horizont erweitern, Wissen aufbauen sowie Feedback erhalten
  • Drauf achten: Ältere Beschäftigte sollten die Chance bekommen, ihr Wissen und Erfahrungen an Jüngere weiterzugeben sowie mehr Handlungsspielräume und Autonomie erhalten
  • Den Beschäftigten immer wieder bewusst machen, dass ein Wissensaustausch zwischen Jung und Alt einen positiven Einfluss auf den Erfolg des Einzelnen hat
  • Eine altersfreundliche Wissenskultur schaffen

Gerade der Wissenstransfer oder die Erledigung der Aufgaben nach Arbeitsvermögen und Kompetenzen schafft Vorteile. Nicht nur für interne Abläufe – das Zusammenspiel von Alt und Jung kann auch Innovationen fördern und so die Zukunft des Unternehmens absichern.