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Teilqualifizierung: Schritt für Schritt zum Berufsabschluss

Nicht immer läuft der Einstieg ins Berufsleben nach Plan. Abbrüche können bewirken, dass eine berufliche Qualifizierung nicht zum Abschluss geführt hat. Teilqualifizierungen bieten die Chance, schrittweise berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben und am Ende einen Berufsabschluss nachzuholen.

Teilqualifizierungen sind eine Form beruflicher und berufsbegleitender Weiterbildung in einzelnen Schritten, die am Ende zu einem Berufsabschluss führen können. Sie bieten einen Weg zum nachträglichen Abschluss und damit eine gute Perspektive auf eine qualifizierte Beschäftigung. Eine Teilqualifizierung kann begleitend zur Beschäftigung oder in Voll- oder Teilzeit absolviert werden.

Bausteine zum Berufsabschluss

Mit Teilqualifizierungen kann in einzelnen Bausteinen ausgewähltes Fachwissen aus anerkannten Ausbildungsberufen erlangt werden. Fünf bis acht Module sind für einen vollwertigen Berufsabschluss nötig. Ein Modul in Vollzeit dauert zwei bis sechs Monate, bei Teilzeit oder berufsbegleitend verteilen sich die Unterrichtseinheiten über einen vorab festgelegten Zeitraum. Jedes Modul besteht aus Theorie- und Praxisteilen. Letztere umfassen mindestens ein Viertel der Gesamtdauer eines Moduls und können am Arbeitsplatz absolviert werden. Die Reihenfolge der Module ist nicht festgelegt, sie kann frei gewählt und die Module können sogar in verschiedenen Bundesländern absolviert werden. Jedes Modul endet mit einer Kompetenzfeststellung in Theorie und Praxis vor dem Prüfungsausschuss des jeweils umsetzenden Bildungswerks. Das Bestehen wird mit einem Zertifikat belegt. Dieses eröffnet schon die Chance, weitere höher qualifizierte Tätigkeiten zu übernehmen und die Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern. Nach erfolgreichem Abschluss aller nötigen Module eines Berufes kann man sich zur Externenprüfung bei der zuständigen Kammer melden. Damit lässt sich ein staatlich anerkannter Berufsabschluss erreichen.

Zielgruppe

Teilqualifizierungen stehen Erwachsenen über 25 Jahre ohne Berufsabschluss oder veraltetem Beruf, Arbeitslosen oder von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen sowie an- und ungelernten Beschäftigten, die aus verschiedenen Gründen keine herkömmliche Berufsausbildung absolvieren können, offen.

Mehr als 35 Berufe

Teilqualifizierungen gibt es für viele anerkannte Ausbildungsberufe: Für gewerblich-technische Berufe wie Maschinen- und Anlagenführer, Fachkraft für Metalltechnik, Werkzeugmechaniker, Stanz- und Umformmechaniker, Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik. Für kaufmännische und dienstleistungsorientierte Berufe wie Fachlagerist, Verkäufer, Kaufmann für Büromanagement, Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder Berufskraftfahrer. Und inzwischen für viele Berufe aus der Bauwirtschaft und Betonindustrie.

In der Mediathek der Seite teilqualifikation.dihk.de gibt es eine ausführliche Broschüre zum Thema und ein Erklärvideo in verschiedenen Sprachen.