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Wie Sie das eigene Unternehmen nachhaltiger machen

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger für Unternehmen, die junge Mitarbeiter akquirieren wollen. Denn diesen ist das Thema wichtig. Hinzu kommt: Nachhaltiges Handeln hilft oft, Kosten zu senken. Wer beispielsweise weniger Energie verbraucht, spart auch Geld. Das gilt besonders bei steigenden Preisen. Unternehmensvertreter, die bisher noch nicht über Nachhaltigkeit nachgedacht haben, sind darum gut beraten, es jetzt zu tun.

Geht es um das Thema Nachhaltigkeit, sollten in einem Unternehmen alle Bereiche beleuchtet werden. Denn umweltfreundlicher und vielleicht auch sparsamer lässt sich die Arbeit an vielen Stellen organisieren. Darum ist es auch sinnvoll, die Mitarbeiter von Beginn an ins Boot zu holen: Über das Ideenmanagement lässt sich vielleicht sogar ein Wettbewerb starten. Welche Abteilung findet die besten Sparmaßnahmen?

Wo Firmen schnell nachhaltiger werden können

Während manche Nachhaltigkeitsansätze erst geprüft werden müssen, gibt es einige Lösungen, die schnell umgesetzt werden können – und somit auch bald zu Einsparungen führen sollten. Dazu gehört beispielsweise ein Blick auf …

  • Büromaterialien. Firmen können problemlos auf nachhaltigere Büroutensilien umsteigen. Das sind beispielsweise nachfüllbare Stifte, Recyclingpapier oder natürliche Verpackungsmaterialien.
  • Geschäftsreisen. Sind die Business-Trips der Mitarbeiter wirklich nötig? Zumindest jede zweite Besprechung sollte auch virtuell möglich sein. Zwar verbrauchen Computer bei Videokonferenzen auch Energie und stoßen CO2 aus, aber ein Treffen vor Ort in einer anderen Stadt ist üblicherweise teurer und verbraucht mehr Energie.
  • Auch wenn sich bei diesem Thema die Geister scheiden: Ein Veggie-Tag in der Woche reduziert den Fleischverbrauch. Er ist somit gut für die Umwelt – und häufig auch für den Geldbeutel der Mitarbeiter. Denn Fleisch ist deutlich teurer geworden. Laut Destatis sind die Preise in den vergangenen Monaten um gut 20 Prozent gestiegen.
  • Nicht ganz so schnell lassen sich andere Lösungen umsetzen. Zum Beispiel kann die Verkürzung von Transportwegen aufwendig sein. Sie bietet sich an, wenn eine Firma viele Standorte hat, zwischen denen die Produkte oder einzelne Teile hin- und hergefahren werden müssen. Beispiel: Wer viele Waren verschickt, sollte den Versand nicht weit vom Lager entfernt haben. Und wer viele Rohstoffe mit dem Zug gebracht bekommt, sollte möglichst in der Nähe der Gleise produzieren. Allerdings: Einen Firmensitz oder eine Produktionsanlage verlegt man eben nicht von heute auf morgen.

Energiesparmaßnahmen sind angesagt

Energiesparen ist umweltfreundlich und seit September sogar Pflicht für Unternehmen. Die Verordnung der Bundesregierung sieht vor, dass beispielsweise in Büros die Temperatur nicht mehr höher als 19 Grad Celsius sein darf. Hände sollen mit kaltem Wasser gewaschen, Ladentüren geschlossen und Leuchtwerbung ausgeschaltet werden. Alle diese Maßnahmen sparen nicht nur Energie, sondern auch Kosten.

Wer sowieso sein Energiemanagement überprüft, kann auch darauf achten, dass …

  • beispielsweise in Toiletten, Fluren, Teeküchen oder Kellerräumen Bewegungsmelder angebracht werden.
  • die Innenbeleuchtung eines Gebäudes über Zeitschaltuhren gesteuert wird.
  • alle Leuchtmittel nach und nach gegen LEDs ausgetauscht werden.
  • Computer, Drucker und Monitore bei Geschäftsschluss ausgeschaltet werden.
  • Vor allem energieintensive Anlagen künftig reduzierte Laufzeiten haben.

Besonders viel Energie spart, wer die Fassade oder das Dach mit Fotovoltaikmodulen bestückt, um selbst Strom zu erzeugen. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass es momentan häufig zu Lieferproblemen bei den notwendigen Modulen kommt.

Zur Nachhaltigkeit gehört übrigens auch soziales Unternehmertum. Die IHK München gibt hierzu weiterführende Informationen und listet Fördermöglichkeiten für die Umgestaltung des Unternehmens auf.

Tipp: Prüfen Sie, ob Ihr Unternehmen der CSR-Berichtspflicht nachkommen muss. Die IHK München hat auch dazu weitere Informationen ins Netz gestellt.